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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Habeck gibt Gas: Deutschland und Katar unterzeichnen LNG und Wasserstoffpakt

c: BMWK

Im Rahmen eines Staatsbesuchs haben Seine Hoheit Scheich Tamim Al Thani, Emir von Katar, und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, um die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Energie weiter zu stärken.

Die Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Katar knüpft an den erfolgreichen bestehenden Dialog an und soll von beiderseitigem Nutzen sein, sowohl was den Aufbau von Handelsbeziehungen im Bereich Flüssigerdgas als auch die Erreichung der Klimaschutzziele beider Länder angeht.

Am 20. März hatte Bundesminister Robert Habeck Katar besucht und Seine Hoheit Scheich Tamim Al Thani, Handelsminister Kasim Al Abdullah Al Thani sowie Energieminister Saad Sherida Al Kaabi getroffen. Während dieser Treffen wurden wichtige Themen der jeweiligen Energiesektoren besprochen. Beide Seiten erkannten ein hohes Potenzial für eine vertiefte Zusammenarbeit. Deutschland will seine Gasversorgung mit Hilfe von Flüssiggas (LNG) diversifizieren und so die Energiesicherheit während der Übergangsphase hin zur CO2-Neutralität stärken. Gleichzeitig soll grüner Wasserstoff ein entscheidender Energielieferant für Deutschland werden. Die neu gegründete Energiepartnerschaft wird Deutschland durch den Bezug von LNG-Importen aus Katar bei der Diversifizierung seiner Gasversorgung helfen und zugleich der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich grüner Wasserstoff einen Schub verleihen. Zudem werden beide Länder von einem intensivierten Wissensaustausch zu Energiewendethemen profitieren, etwa bezüglich des Ausbaus erneuerbarer Energien, der Regulierung und Systemintegration, der Energieeffizienz und des Lastmanagements.

Fahrplan der Energiepartnerschaft

Die deutsch-katarische Energiepartnerschaft wird den hochrangigen Austausch beider Regierungen zu energiebezogenen Themen fördern. Sie wird Brücken zwischen beiden Ländern bauen und Akteure aus öffentlichem und privatem Sektor zusammenbringen. In diesem Zusammenhang sind auch regelmäßige Treffen zwischen den zuständigen Behörden – dem katarischen Energieministerium und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) – vorgesehen. BMWK und QatarEnergy haben gemeinsam einen Fahrplan für die Energiepartnerschaft veröffentlicht, der den Aufbau und die geplanten Maßnahmen der Kooperation skizziert. Es wurden zwei Arbeitsgruppen angekündigt:

c: FSRU in Klaipeda
  • Die Arbeitsgruppe LNG und Wasserstoff wird den Aufbau der bilateralen Handelsbeziehungen im Bereich LNG und Wasserstoff fördern und ein Diskussionsforum schaffen, um Fragen in Bezug auf die benötigte Infrastruktur und regulatorische Maßnahmen zu erörtern. Ferner wird die Arbeitsgruppe die Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Privatwirtschaft, die entlang der Wertschöpfungsketten für LNG und Wasserstoff tätig sind, begleitend unterstützen.
  • Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Lastmanagement wird sich mit dem Ausbau von Kapazitäten im Bereich erneuerbare Energien sowie mit damit zusammenhängenden Themen wie Infrastruktur und Strommärkte befassen. Sie wird ein Forum für Akteure beider Länder schaffen, um einen Austausch zu den notwendigen Rahmenbedingungen, zu Infrastrukturentwicklung und Technologie zu ermöglichen. Ebenso wird die Arbeitsgruppe den Dialog zu Energieeffizienzlösungen voranbringen, welche zur Dekarbonisierung der Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie beitragen können. Auch sollen Lösungen im Bereich Lastmanagement diskutiert werden, die der Stabilisierung der Stromnetze dienlich sein können.

Energiepartnerschaften und Energiedialoge haben sich als hervorragende Plattform für die bilaterale Zusammenarbeit im Energiesektor erwiesen. Deutschland hat bereits einige ambitionierte Partnerschaften in aller Welt, so auch in der Golfregion, ins Leben gerufen. Die neue Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Katar wird somit Teil eines erfolgreichen Netzwerks, das die Beschleunigung der globalen Energiewende zum Ziel hat.

QUELLE: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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