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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Scandlines: Dänisches See- und Handelsgericht weist Verfahren zum Verstoß gegen das dänische Marketing-Gesetz ab

Das dänische See- und Handelsgericht hat heute sein Urteil zu dem Verfahren verkündet, das Scandlines zum Verstoß von Femern A/S gegen das dänische Marketing-Gesetz eingeleitet hatte.

Das Gericht gibt Scandlines Recht, dass Femern A/S Informationsmaterial ausgearbeitet und distribuiert hat, das laut Urteil ‚notorisch auf völlig fehlerhaften Informationen beruht‘. Im Urteil wird auch festgehalten, dass das dänische Marketing-Gesetz keine Anwendung findet, da 'die Inbetriebnahme der Verbindung in so ferner und unsicherer Zukunft liegt‘.

„Wir sind damit zufrieden, dass das Gericht den irreführenden Charakter des von Femern A/S distribuierten Materials anerkennt; wir nehmen auch zur Kenntnis, dass die Bestimmungen des dänischen Marketing-Gesetzes keine Anwendung bei einem Projekt finden, das in so ferner Zukunft liegt und von so großer Unsicherheit geprägt ist wie die Errichtung des Fehmarnbelt-Tunnels. Die Tatsache, dass eine sich in staatlichem Besitz befindende Gesellschaft ungehindert herabwürdigend und irreführend über unser Geschäft äußern darf, ist nicht zufriedenstellend.“, so Søren Poulsgaard Jensen, CEO bei Scandlines.

Seit mehreren Jahren gibt Femern A/S Marketingmaterial mit falschen Informationen zu Scandlines‘ Fährbetrieb heraus, während die staatliche Gesellschaft gleichzeitig bedeutende finanzielle Mittel darauf verwendet, einen eventuell kommenden Fehmarnbelt-Tunnel zu bewerben - von Hüpfburgen über Gummibärchen, Luftballons und Zeichentrickfilmen bis zu einer Kinderzeitschrift mit einem Brettspiel, bei dem man „bestraft“ wird, wenn man auf Scandlines’ Fähren landet.

„Es ist natürlich in Ordnung, die eigenen Vorzüge zu loben, aber wir wundern uns sehr darüber, dass Femern A/S einen Freifahrtschein erhält, um sich jahrelang negativ zu Wettbewerbern und deren Geschäft zu äußern. Dass die üblichen Bestimmungen im dänischen Marketing-Gesetz außer Acht gelassen werden können, ändert die Spielregeln für die Debatte über das Fehmarnbelt-Projekt und zwingt uns dazu, unseren Kurs zu ändern“, so Søren Poulsgaard Jensen.

Scandlines hat ein klares Interesse daran, dass die Reederei betreffendes Marketingmaterial auf korrekten Informationen basiert und dass Scandlines‘ Geschäft nicht in schlechtem Licht dargestellt wird. Aus diesem Grund ging Scandlines den drastischen jedoch notwendigen Schritt vor Gericht. 

Über Scandlines

Scandlines steht als Symbol für eine historische und enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark seit 1872. Unter dem Namen Scandlines werden heute zwei Fährrouten mit hoher Frequenz und Kapazität sowie mit einer grünen Vision für die Zukunft vermarktet.

Das Kerngeschäft sind effiziente und zuverlässige Transportdienstleistungen für sowohl Passagiere als auch für Frachtkunden. Im Fokus steht dabei, Mehrwert für die Kunden an Bord der Fähren sowie in den Scandlines-Shops an Land zu schaffen.

Mit mehr als 42.000 Abfahrten verteilt auf 8 Fähren transportierte Scandlines 2017 insgesamt 7,6 Millionen Passagiere, 1,8 Millionen Pkw und mehr als 650.000 Frachteinheiten sowie 38.000 Busse auf den Routen Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser.

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