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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Welttags des Meeres: BSH-Präsidentin: „Gestiegenes Umweltbewusstsein fördert Initiativen zur nachhaltigen Nutzung der Meere“

c: UN World Ocean Day

Anlässlich des Welttags des Meeres der Vereinten Nationen am 8. Juni wies die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) darauf hin, dass dank des in jüngster Zeit stark gestiegenen Umweltbewusstseins die Bedeutung einer nachhaltigen Nutzung der Meere immer stärker anerkannt wird.

Diese gesellschaftliche Bewegung und das zunehmende Wissen um die Bedeutung der Meere für den Planeten Erde haben zu zahlreichen internationalen und europäischen Initiativen zum Schutz der Meere geführt.

Sie wies auf die neuesten Errungenschaften zum Schutz der Meere hin.

Dazu zählen die strengen Grenzwerte für Schwefel und Stickoxidemissionen, die für Schwefelabgase am 1. Januar 2020 in Kraft treten, für Stickoxide/Noxe im Januar 2021.

Zur Verminderung von CO2-Emissionen durch die Schifffahrt hat der Umweltschutzausschuss der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO (MEPC) im April letzten Jahres zwei strategische Ziele definiert.

Die CO2-Emissionen sollen bis 2050 – verglichen mit dem Referenzjahr 2008 – mindestens um 50 Prozent reduziert werden. Auf der Sitzung des IMO-Umweltausschusses im Mai 2019 wurden die Anforderungen an die Einleitung von zum Beispiel paraffinartigen Ladungsrückständen sowie Tankwaschanlagen verschärft.

Nach den seit 2014 zunehmenden Funden von Paraffin an den Ostseestränden hatte das BSH sich für eine Verschärfung der Einleit-Regelungen eingesetzt.

Anlässlich des UN-Tags der Meere wies sie auch auf das 25-jährige Bestehen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen von 1982 hin, das 1994 in Kraft trat. Neben dem älteren Grundsatz der Freiheit der Meere stütze es sich erstmals auf den neu eingeführten Grundsatz des gemeinsamen Erbes der Menschheit.

„Damit regelt es auch Schutz und Erhaltung der Meeresumwelt, die wissenschaftliche Meeresforschung sowie Entwicklung und Weitergabe von Meerestechnologie“, betonte BSH-Präsidentin Dr. Kammann-Klippstein.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde in Deutschland. Rund 850 Menschen in rund 100 Berufen befassen sich mit Aufgaben in der Seeschifffahrt, der Ozeanographie, der nautischen Hydrographie, der Offshore-Windenergie und der Verwaltung.

Fünf eigene Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen operieren in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee. Das BSH arbeitet international in mehr als 12 Organisationen und etwa 200 dort angesiedelten Gremien unter anderem bei der Entwicklung internationaler Übereinkommen mit.

Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur  mit Dienstsitzen in Hamburg und Rostock.

www.bsh.de.