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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Bei der Vorstellung des letzten Quartalsbericht wurde Frank del Rio auf das China Geschäft angesprochen. Es sei schwierig aber nicht hoffnungslos, so seine damalige Aussage. Für Branchenkenner kommt die Ankündigung nicht überraschend. Die 800 Mio. EUR teure Norwegian Joy, auf der Meyer Werft gebaute Schiff, war explizit für den chinesischen Markt konzipiert.

Kabinen für Großfamilien, riesige Schopping Mall und Casinos, dafür weniger Bars und Sonnendeck. Kasino und Einkaufspassage werden erheblich verkleinert, dafür Bars und Nachtklubs und Starbucks hinzugefügt. 

Auf der Überfahrt von Shanghai nach Seattle im April 2019, werden Handwerker an Bord mit den nötigen Umbauten beginnen. Ob und zu welcher Werft die Joy andocken wird, steht noch nicht fest und ob es eine neue Rumpfbemalung geben wird. 

NCL Website zeigt bereits die neuen Deckpläne, siehe hier...

Nicht China sei das Problem, so Präsident Andy Stuart, sondern die enorme Nachfrage nach Norwegian Bliss in Alaska, die „eine rekordverdächtige Performance“ hinlegt, habe die Reederei dazu bewegt die Norwegian Joy aus China abzuziehen. 

Das die Kreuzfahrtmanager sich schwer tun einzugestehen, das ihre anfängliche Euphorie in den schier unbegrenzten Wachstum des chinesischen Marktes, sie verleitet Unsummen in Neubauten zu investieren. Für das Jahr 2018 sollen 5.6 Mio. Chinesen eine Kreuzfahrt machen, glaubt man Prognosen diverser Fachjournalen und Verbände. Die 10 Mio. Passagiere und mehr, die Pierluigi Foschi, ehemalger COSTA Lenker 2013 prog ostizierte, bleiben wohl wunschvolles Denken. 

NORWEGIAN JOY wird im April 2019 von Shanghai nach Seattle dampfen, wo sie die Sommersaison in Alaska verbringen wird. Sie wird ganzjährig an der Westküste Amerikas verbleiben, im Winter von Los Angeles aus Abfahrten zur Mexikanischen Riviera und den Panamakanal anbieten.