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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Mehr als 80 Vertreter aus dem maritimen Sektor, Politik, Umweltverbänden, Handel und der Logistikbranche waren der Einladung der Maritimen LNG Plattform zu einer Abendveranstaltung am 21. November in der Humboldt-Box in Berlin gefolgt, um über nachhaltige Transportwege und Umwelt- und Klimaschutz in der Schifffahrt zu sprechen.

Nachdem der Initiator der Maritimen LNG Plattform, der ehemalige Hamburger Bürgermeister, Ole von Beust, die Arbeit der Plattform in den vergangenen drei Jahren als „Erfolgsgeschichte“ hervorhob, diskutierten Vertreter der Wirtschaft über ihre Ansätze für emissionsärmere Transportwege. Anschließend erläuterten MdBs und Vertreter der Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen die Ansätze der Bundes- und Landespolitik. 

In der zweiten Diskussionsrunde wurden die Themen Förderrichtlinie und Importterminal wieder aufgegriffen. Johann Saathoff, MdB (SPD), machte deutlich, dass die Politik nun beginne, über den Aufbau einer Importstruktur nachzudenken, auch im Hinblick auf die nationale Versorgungssicherheit. Die Förderrichtlinie bezeichnete er als „schwere Geburt“.

Zudem sei er „sprachlos“, dass der maritime Sektor so lange auf den Förderaufruf warten müsse: „Dies ist nicht der parlamentarische Wille.“ Rüdiger Kruse, MdB (CDU), sprach sich ebenfalls für eine schnelle Umsetzung der Förderrichtlinie aus und verlangte außerdem nach einer klaren politischen Führung, damit der maritime Sektor seine Nachhaltigkeitsziele auch erreichen kann und durch die Politik entsprechend unterstützt wird. Claudia Müller, MdB (Bündnis 90 / Die Grünen) forderte einen Dreiklang aus verschärften Grenzwerten, Anreize für die Infrastrukturentwicklung sowie eine Unterstützung der maritimen Wirtschaft beim Neu- und Umbau von Schiffen.

Ingelore Hering aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr plädierte für eine starke Importstruktur, stellte gleichzeitig aber auch klar, dass die Länder hierfür die Unterstützung des Bundes brauchten. Ein LNG-Importterminal könne auch am Standort Wilhelmshaven entstehen. Kurt-Christoph von Knobelsdorff vom Kieler Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus machte deutlich, dass das Land Schleswig-Holstein ein Importterminal in Brunsbüttel voll unterstütze, dafür jedoch Förderung vom Bund benötigt werde. 

Über die Maritime LNG Plattform

Seit 2014 setzt sich die Maritime LNG Plattform für die Etablierung von LNG als Alternativkraftstoff in der See- und Binnenschifffahrt sowie zur Landstromnutzung ein: Dabei geht es vor allem um eine positive und marktgerechte Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Nutzung von LNG im maritimen Sektor.

Mit fast 100 nationalen und internationalen Mitgliedern und Partnern, unter ihnen Häfen, Reedereien, Motorenhersteller, Logistikunternehmen, Infrastrukturbetreiber, Gaslieferanten, Technologiekonzerne, Klassifizierungsgesellschaften, Werften sowie Schifffahrts- und Umweltverbände, wirkt die Maritime LNG Plattform erfolgreich als Vermittler zwischen Wirtschaft und Politik.

Im konstruktiven und pragmatischen Dialog arbeitet die Plattform eng mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Entwicklung einer LNG-Strategie für den maritimen Sektor in Deutschland zusammen.

Weitere Informationen zur Maritimen LNG Plattform finden Sie unter: www.lng-info.de