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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Wir zeigen mal, wie es geht“, sagt Janika Hartwig, Sprecherin der Lovis. „Wir haben auf dieses Gespräch sehr lange gewartet und fürchten dennoch, dass es nichts weiter ist als Pro-Forma-Termin von Seiten des Ministeriums. Für uns steht heute sehr viel auf dem Spiel - die Existenz unseres Schiffs.“

Der Dauerstreit um die Existenz der Traditionssegelschiffe war zuletzt in der vergangenen Woche hochgekocht, als bekannt wurde, dass Christian Schmidt (CSU), bis zur Bildung einer neuen Regierung und nach Alexander Dobrindts Rücktritt vorübergehend Verkehrsminister, die Verordnung unterschreiben sollte.

Nach einer Intervention der Verkehrsminister der Küstenbundesländer entspannte sich die Situation vorübergehend und Schmidt kündigte an, zumindest den Gesprächstermin mit den Interessenverbänden abzuwarten. Die Hauptkritik der Verbände ist, dass sie an der Entwicklung der Verordnung nicht beteiligt wurden.

Würde sie in Kraft treten, wäre das das Aus vieler Traditionsschiffe. „Wir fordern eine neue Verordnung. Der aktuelle Entwurf ist so schlecht gemacht, lückenhaft, nicht auf ehrenamtliche Betreiber zugeschnitten, dass wir eine Neuentwicklung brauchen, an der wir endlich auch mitwirken können“, sagt Janina Hartwig. „Aus unserer Sicht agiert hier keine bürgernahe, sondern eine bürgerfeindliche, autoritäre Verwaltung."

An Initiative der Betreiber*innen der alten Schiffe mangelt es nicht. Im April hatte die GSHW (Gemeinsame Sicherheitskommission für historische Wasserfahrzeuge) einen eigenen Verordnungsentwurf vorgelegt, der aber keinerlei Eingang in die Verordnung gefunden hat. Unzählige Gesprächsangebote und Nachfragen blieben ungehört und unbeantwortet.