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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Bei der Kontrolle stellten die Spezialisten der Wasserschutzpolizei fest, dass Fäkalien ungefiltert in den Main-Donau-Kanal abgeleitet wurden. Entsprechende Spuren fanden sich im Wasser.

Im Zuge der weiteren Recherchen ergaben sich Hinweise, dass die bordeigene Kläranlage offenbar defekt ist und die Abwässer deshalb ungefiltert in das Wasser geleitet worden waren. Die mutmaßlich Verantwortlichen, ein 35-jähriger Maschinist, sowie der 52-jährige Kapitän, werden deshalb auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth in einem Strafverfahren wegen Gewässerverunreinigung als Beschuldigte geführt.

Das Schiff war mit rund 120 Fahrgästen und 30 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg nach Regensburg. Beamte des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Nürnberg wurden verständigt und untersagten die Weiterfahrt. Fachleute des Landesamtes für Umwelt entnahmen Wasserproben. Deren Auswertung bleibt abzuwarten.

Eine Fachfirma prüft nun im Laufe des Tages, ob der mutmaßliche Schaden an der Kläranlage repariert werden kann. Erst nach einer Reparatur darf das Schiff mit seinen Passagieren weiterfahren.

Bei dem Flussschiff handelt es sich um die MS Serenade II, die dem Schweizer Reeder SELECT VOYAGES gehört. 
QUELLE: POL-MFR: (776)