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Kreuzfahrt News - Schifffahrtsnachrichten

Insgesamt 120 Teams qualifizierten sich für Roadshows im Vorlaufwettbewerb der europäischen, nordamerikanischen und chinesischen Division. Schließlich erreichten 50 von ihnen das Finale und nahmen am Wettbewerb in # Qingdao teil .

Es ist eines der größten Probleme in der Schifffahrt: Marine Organismen wie Seepocken, Algen oder Muscheln bewachsen in kürzester Zeit Schiffsrümpfe und greifen ihre Lackschicht an. Das sogenannte „Biofouling“ erhöht so das Gewicht des Schiffes und dessen Strömungswiderstand. Ein gestiegener Treibstoffverbrauch und höherer CO2-Austoß sind die Folge. Um diesen Bewuchs zu vermeiden, werden weltweit überwiegend Schutzanstriche verwendet, die umweltschädliche Stoffe beinhalten und abgeben. 


Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Phi-Stone AG, eine Ausgründung der CAU mit Sitz in Kiel, hat in enger Zusammenarbeit eine umweltfreundliche Beschichtung entwickelt. Sie erschwert die Ansiedelung von marinen Organismen und ermöglicht es, Schiffe leichter zu reinigen. Der neuartige Ansatz wurde jetzt mit einem internationalen Preis für innovative Marinetechnologien ausgezeichnet und setzte sich dabei gegen Konkurrenten von drei Kontinenten durch.

„Dieses Projekt aus der Nanotechnologie ist ein gutes Beispiel für Innovationstransfer aus Schleswig-Holstein, der Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung bringt. Als Universität wollen wir bestehende Probleme durch innovative Ideen lösen. Voraussetzung dafür ist der funktionierende Dialog zwischen Wissenschaft und Firmen“, betont Professorin Karin Schwarz, Vizepräsidentin für Technologietransfer der CAU.

Foto/Credit: Dr. Martina Baum

Rund 40 Prozent höherer Treibstoffverbrauch durch Biofouling

„Wir gehen davon aus, dass Biofouling den Treibstoffverbrauch von Schiffen um bis zu 40 Prozent erhöht.

Das kostet die Transportindustrie weltweit über 150 Milliarden US-Dollar pro Jahr und belastet unnötig die Umwelt“, ergänzt Ingo Paulowicz, Vorstand der CAU-Ausgründung Phi-Stone.

Dazu kommt ein erheblicher Reinigungs- und Wartungsaufwand, um die Schiffsrümpfe von Seepocken und anderen anhaftenden Organismen zu befreien und wieder neu zu lackieren. Viele der bereits existierenden Schutzanstriche sind wegen ihrer massiven umweltschädigenden Wirkung bereits verboten. 

Foto/Credit: CAU

Haltbarer und umweltfreundlicher

Die Beschichtung, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der CAU und der Firma Phi-Stone in enger Zusammenarbeit entwickelt haben, verbindet Umweltfreundlichkeit mit Haltbarkeit. Das Produkt kommt ohne Lösungsmittel aus und gibt keine umweltschädlichen Substanzen ins Meer ab – anders als weitverbreitete selbstpolierende Beschichtungen (sogenannte self-polishing coatings), die kupferhaltig sind.

 „Der jährliche Verbrauch von sogenannten Anti-Fouling-Anstrichen beträgt weltweit mittlerweile 80.000 Tonnen. Das erzeugt Kosten von etwa 4 Milliarden Dollar pro Jahr. Vom Schutzeffekt auf die Meere ganz zu schweigen“, macht Phi-Stone-Vorstand Paulowicz die Dimensionen einer umweltfreundlichen Beschichtungsalternative deutlich. 

Der Wettbewerb, der von der Shandong University und der Stadt Qingdao ausgerichtet wird, will innovative Marinetechnologien fördern und Kontakte zum chinesischen Markt eröffnen. Der erste Platz ist mit 70.000 US-Dollar dotiert und beinhaltet weitere Fördermaßnahmen vor Ort. „Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg bei einem der weltweit größten Wettbewerbe zu maritimen Innovationen“, sagt Paulowicz, selbst Absolvent der CAU. „Mit unserer Firma wollen wir auf jeden Fall in Schleswig-Holstein bleiben, sind aber auch gespannt, welche zusätzlichen Möglichkeiten sich für uns auf dem chinesischen Markt bieten.“  mehr...

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