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News - Maritime Nachrichten

09.03.2017

Passagiere und Reiseumsatz wachsen zweistellig Deutscher Hochsee-Kreuzfahrtmarkt knackt 2-Millionen-Passagiermarke

Berlin

Die deutsche Kreuzfahrtbranche hat ihre Ziele für das vergangene Jahr übertroffen: Insgesamt 2,02 Millionen Gäste reisten 2016 mit einem Kreuzfahrtschiff, was einem Wachstum von 11,3 Prozent entspricht (2015: 1,81 Millionen Passagiere). Zudem stiegen Reiseumsatz und die Anzahl der Übernachtungen im zweistelligen Prozentbereich. Das Wachstum fiel deutlich stärker aus als in den Jahren zuvor.

Das ist das Ergebnis der Studie „Der Hochsee-Kreuzfahrtmarkt Deutschland 2016“, die im Auftrag des internationalen Kreuzfahrtverbands Cruise Lines International Association (CLIA), erstellt und gemeinsam mit dem Deutschen ReiseVerbandes (DRV) herausgegeben wurde. CLIA Deutschland und der DRV präsentierten die Ergebnisse der Studie heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich der ITB in Berlin.  

„Zusätzliche Kapazitäten haben 2016 für einen Wachstumsschub gesorgt. So hat der deutsche Kreuzfahrtmarkt die zwei Millionen-Passagiermarke erfolgreich überschritten“, sagt Karl J. Pojer, Chairman des Leadership Council von CLIA Deutschland. „Aus dem Trend Anfang der 1990er Jahre ist eine Erfolgsgeschichte geworden, die bis heute anhält. Kreuzfahrten sind der perfekte Urlaub für jedermann, weil es für jedes Alter und jeden Urlaubswunsch das passende Angebot gibt. Auch für Familien ist eine Kreuzfahrt attraktiv – fast jeder zehnte Passagier ist jünger als 15 Jahre.“  

„Die Kreuzfahrtbranche gehört zu den Tourismussparten, die sich mit am schnellsten entwickeln. Der Anteil des Kreuzfahrtmarktes am Gesamtreisemarkt in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. Kreuzfahrten bringen so Bewegung in den Reisemarkt – sowohl in Deutschland als auch weltweit“, betont DRV-Präsident Norbert Fiebig. „Gerade weil Kreuzfahrten so vielfältig sind, ist eine individuelle Beratung essenziell. Reisebüros können dabei helfen, das Beste für jedes Budget herauszuholen oder das perfekte Schiff entsprechend der Wünsche des Gastes herauszusuchen. Reisebüros sind und bleiben daher der wichtigste Vertriebskanal für Kreuzfahrten.“  

Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland ergänzt: „Kreuzfahrten stehen für Vielfalt, Mobilität und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das war und ist ihr Erfolgsrezept. In den kommenden Jahren wollen wir ebenfalls ein besonderes Augenmerk auf ein nachhaltiges Wachstum des Kreuzfahrtmarktes legen. Dazu müssen alle Beteiligten wie Häfen, Verwaltungen und Politik aktiv beitragen. Die Kreuzfahrtreedereien haben bereits vorgelegt und sind zum Vorreiter im maritimen Umweltschutz geworden.“  

Drei von vier Deutschen wählten 2016 Routen durch europäische Fahrtgebiete. Im vergangenen Jahr machten mehr als ein Drittel der deutschen Passagiere eine Kreuzfahrt durch Nord-West-Europa, zu den Britischen Inseln sowie durch die Ostsee (36,0 Prozent; 2015: 33,6 Prozent). Die Mittelmeerregion war mit 28,3 Prozent auch 2016 nach wie vor ein beliebtes Reiseziel der deutschen Kreuzfahrttouristen (2015: 31,2 Prozent). Mehr als jeder zehnte Passagier bereiste die Atlantikküste sowie die Kanarischen Inseln (11,9 Prozent; 2015: 11,4 Prozent) oder Nordamerika und die Karibik (11,6 Prozent; 2015: 11,3 Prozent).

Der deutsche Hochseekreuzfahrtmarkt erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Reiseumsatz  in Höhe von insgesamt 3,38 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 17,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2015: 2,87 Milliarden Euro). Der durchschnittliche Reisepreis pro Buchung erhöhte sich um 6,0 Prozent auf 1.675 Euro im Jahr 2016 gegenüber 2015 (2015: 1.580 Euro). Die durchschnittliche Tagesrate einer Hochseekreuzfahrt ist um 2,8 Prozent auf 187,00 Euro pro Person gestiegen (2015: 181,86 Euro). Die durchschnittliche Reisedauer stieg von 8,69 Nächten im Jahr 2015 auf 8,94 Nächte im vergangenen Jahr. Die Anzahl der Übernachtungen nahm um 17,5 Prozent auf 18,04 Millionen Übernachtungen zu (2015: 15,75 Millionen Übernachtungen). Das ist das stärkste Wachstum im Hinblick auf die Anzahl der Übernachtungen seit 2010.