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Lloyd Werft - Geschäftsführung und Betriebsrat verständigen sich auf einen Sozialplan zur Zukunftssicherung der Werft

Auf einer Belegschaftsversammlung wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die abgeschlossene Betriebsvereinbarung zum Interessenausgleich und Sozialplan und deren Ausgestaltung und Zeitplan informiert.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens in Richtung Neubau von Megayachten und Spezialschiffen sowie den Umbau von Yachten und Kreuzfahrtschiffen wurde eine umfangreiche Restrukturierung mit einem Mitarbeiterabbau unumgänglich. Der Abbau betrifft sämtliche Bereiche der Werft. Mit einer zukünftigen Belegschaftsstärke von 260 gut ausgebildeten Mitarbeitern ist das Unternehmen dann gut aufgestellt.

Der Sozialplan sieht eine Freiwilligkeit vor, wonach sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb einer Frist freiwillig für den Wechsel in die Transfergesellschaft entscheiden können. Die Abfindungszahlungen werden insbesondere auf Basis des jeweiligen Alters und der individuellen Betriebszugehörigkeit ermittelt. Der Sozialplan sieht eine Obergrenze der finanziellen Leistungen vor. Betroffene Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich bei den ebenfalls zum Genting-Konzern gehörenden MV Werften an der Ostsee zu bewerben und werden dort im Rahmen des umfangreichen Rekrutierungsprogrammes bevorzugt behandelt.

Geschäftsführer Carsten Haake: "Der nun vorliegende Sozialplan bildet in Verbindung mit dem ausgehandelten Härtefonds und der Transfergesellschaft eine faire und angemessene Lösung, um den unvermeidlichen Restrukturierungsprozess erfolgreich umsetzen zu können. Wir freuen uns, dass wir die Verhandlungen zielorientiert und zügig abschließen konnten.“

Betriebsrat Daniel Müller: „Wir Arbeitnehmervertreter bedauern außerordentlich diesen harten Einschnitt in die Belegschaft unseres Unternehmens. Wir hoffen nun, dass die betroffenen hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen über die Transfergesellschaft möglichst schnell in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt werden können. Bedauerlicherweise wurden Teile der Vereinbarung vorzeitig und gegen die interne Verabredung nach außen gegeben.“

Geschäftsführer Rüdiger Pallentin: „Nach dem Abschluss des Sozialplans ist es nun wichtig, mit voller Konzentration an den vorhandenen Aufträgen zu arbeiten und neue zu akquirieren, neben dem Yacht-Neubauprojekt haben wir zwischenzeitlich Zusagen für weitere Aufträge über Werftliegezeiten von Passagierschiffen erhalten. Mit dem Abschluss des Sozialplans und der Restrukturierung sehe ich uns nun gut aufgestellt für die Zukunft.