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News - Maritime Nachrichten

04.04.2017

STENA LINE: BIO-Methanol ist der Treibstoff der Zukunft

Göteborg

Die Stena Germanica ist eines der größten Fährschiffe der Welt, 240 Meter lang, mit einer Kapazität für 300 Autos und 1300 Passagiere. Dies ist jedoch nicht das Bemerkenswerteste an diesem Schiff. Das Einzigartige und völlig Neue bei der Stena Germanica ist etwas, das Sie vermutlich noch gar nicht bemerkt haben – sie wird mit Methanol betrieben. Dieses Fährschiff ist das erste und bisher einzige auf der Welt mit Methanolbetrieb. Die EU hat den Umbau mit 20 Mio. Euros gefördert.

NICHTS NEUES…

Methanol ist keine neue Erfindung. Sie kennen es vielleicht eher unter dem Namen Holzbenzin oder Methylalkohol. Es wird hauptsächlich in der Industrie als chemische Basis und als Lösungsmittel verwendet, aber Methanol ist auch ein ausgezeichneter Brennstoff – rein oder gemischt. Wenn Sie schon mal mit ferngesteuerten Autos oder Flugzeugen gespielt haben, dann wissen Sie, wovon wir sprechen. Methanol ist nicht so explosiv wie Benzin und ist besonders gut geeignet für im Innenbereich betriebenen Motorsport, da die Abgase bedeutend sauberer sind. 

ABER NEU FÜR UNS…

Methanol wird aus Naturgas hergestellt – dies ist ein fossiler Brennstoff, der aus der Erdkruste gewonnen wird. Aber er kann auch aus Zellstoff, Biomasse, Abfall oder sogar aus Kohlendioxid hergestellt werden – im Grunde genommen aus allem, das ein Kohlenstoff-Atom enthält. Welches sind also die Vorteile, dieses Fährschiff mit Methanol zu betreiben? Für Stena Line ist dieser Kraftstoff kostengünstig und relativ leicht zu transportieren und zu handhaben. Wir können unsere bereits vorhandenen Motoren und Treibstoffsysteme anpassen, so dass sie den Anforderungen zur reduzierten Schwefeloxid-Emission entsprechen. Aber vor allen Dingen bietet der Methanolbetrieb einen enormen Gewinn für die Umwelt.  

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