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News - Maritime Nachrichten

25.09.2016

FÄHREN - FÄHRVERBINDUNGEN: Grimaldi, Moby, St.Peter Line....

Hamburg

Die Fährreedereien fahren allerorts Rekordgewinne ein. Es wird kräftig in neue Schiffe investiert, Frequenz der Abfahrten auf einigen Routen werden erhöht, oder größere Fähren kommen zum Einsatz. Kleine Wermutstropfen gibt es dennoch. Groß frisst Klein, so wird es in der griechischen Küstenschifffahrt bald nur noch ein Duopol geben, meinen lokale Beobachter der Szene.

GRIECHENLAND: Bereits im vorigen Jahr machte die italienische Reederei GRIMALDI GROUP der Bank von Piräus ein Angebot, das von ihr gehaltene Aktienpaket, welches eine 44,44 prozentigen Anteil an der HELLENIC SEAWAS (HSW) darstellte, zu übernehmen. Nachdem Medien und die Gewerkschaften lautstark den Ausverkauf griechischer Firmen an Ausländer lamentiert hatten, zierten sich die Banker "die Anteile sind nicht verkäuflich". Nun, Zeiten ändern sich, nicht nur Politiker dürfen ihre Meinung ändern. Grimaldi, die bereits 48 Prozent von Hellenic Seaways besitzen erhöhen ihren Anteil somit auf 94 %.  Im Sommer hatte Grimaldi vom finnischen Staat die restlichen Aktien erstanden und wurden somit alleiniger Besitzer der finnischen Reederei FINNLINES.  

In Zukunft wird es in der Ägäis und der Adria zwei, statt vier großen Reedereien geben. Derzeit sind die Attica Group (die Blue Star und Superfast Ferries besitzt), Minoan, HSW und ANEK im Geschäft

RUSSLAND / ITALIEN: wie wir bereits am 14. September berichteten, wurde nun von offizieller Seite bestätigt. Die italienische MOBY LINE kauf von de russischen St. PETER LINE ihre Fähren Princess Maria (15 Mio. EUR) und die Princess Anastasia (22 Mio. EUR).  

Moby wird die Anastasia renovieren und and SPL verchartern. Die Maria wird im Mittelmeer ein neues zuhause finden. Moby Line wird über ihre deutsche Niederlassung versuchen, die Maria den deutschen schmackhaft zu machen. St. Peter Line hat unter den Sanktionen stärker gelitten als die Betreiber allenthalben bekundeten.

Zu letzt sollen an Bord der Mini-Cruise-Ferries nicht mehr als 300 Passagiere, allesamt Russen, gewesen sein. 

Fast zeitgleich meldete Moby das Geschäftsergebnis der ersten Jahreshälfte 2016. Demnach gingen die Umsätze im vergleich zum Vorjahr um 13 % zurück und das Unernehmen schrieb erstmalig nach mehreren Jahren wieder rote Zahlen, 18,5 Mio. Euros. 
Das Großfeuer auf der Fähre Moby Zaza in Nizza am 17. August, dürfte auch das Ergebnis der kommenden sechs Monate erheblich belasten.       

MINOAN LINES erzielt Rekord-Halbjahresergebnis 2016: die griechische Reederei MINOAN LINES hat das beste Ergebnis in seiner über 40-jährigen Geschichte eingefahren. Der Gewinn von 12,2 Mio. Euro enthält allerdings auch den Erlös vom Verkauf der Fähre Ikarus Palace, welche von Mutterkonzern GRIMALDI Lines nun als FB Cruise Esmeralda zwischen Livorno und Cagliari verkehrt.