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News - Maritime Nachrichten

03.08.2016

MS „ASTOR“ zu neuen Abenteuern in Island

Island

Der am Südzipfel Grönlands befindliche Ort Nanortalik, mit seiner nahezu unberührten Natur, liegt achteraus. Es war ein Abschiednehmen von der größten Insel der Welt, von den nicht alltäglichen Siedlungen mit ihren bunten Häusern und von der Faszination des Eises. Dank der stabilen sonnigen Wetterlage blieben mir die zurückliegenden Begegnungen besonders reizvoll in Erinnerung. Mit einem Spezial-Dinner im „Admiral’s Salon“ und den Blick auf den wunderschönen Sonnenuntergang über das illuminierte Heck der MS „Astor“ ließ ich den Sonntag ausklingen.

Der am Südzipfel Grönlands befindliche Ort Nanortalik, mit seiner nahezu unberührten Natur, liegt achteraus. Es war ein Abschiednehmen von der größten Insel der Welt, von den nicht alltäglichen Siedlungen mit ihren bunten Häusern und von der Faszination des Eises. Dank der stabilen sonnigen Wetterlage blieben mir die zurückliegenden Begegnungen besonders reizvoll in Erinnerung.

Mit einem Spezial-Dinner im „Admiral’s Salon“ und den Blick auf den wunderschönen Sonnenuntergang über das illuminierte Heck der MS „Astor“ ließ ich den Sonntag ausklingen. Dann, nach der Passage von Kap Farvel, war es vorbei mit dem ruhigen „Ententeich“. Von der Brücke kam die Nachricht, dass man mit einer stürmischen Nacht rechnet. Und richtig, Rasmus ließ seine „weißen Rösser“ über das unstete Meer traben – Windstärken mit sieben Beaufort mit einer aufgewühlten See bescherten uns eine unruhige Nacht. Bereits zur Frühstückszeit war der „Knüppeldamm“ wieder so gut wie verschwunden.

Die hinter uns liegenden Seetage brachten den Passagieren genügend Zeit um aus dem Bordprogramm Angebote zu nutzen. Es gab die Möglichkeit auf dem Caribic-Deck Boccia zu spielen, manche fühlten sich wohl bei einem Saunagang, für Alleinreisende hatte man zur Tee- und Kaffeestunde einen Treff eingerichtet – und vieles mehr. Hier traf ich eine ältere Dame aus Schwerin, die mit ihrem Bruder auf dieser Reise unterwegs ist. Ihr Alter von 91 Jahren verschwieg sie nicht. Außerdem berichtete die mobile Frau von ihren vielen, vielen Kreuzfahrten unter anderem mit der MS „Astor“. Insgesamt verbrachte sie 2 790 Seetage(!) auf Kreuzfahrtschiffen, also alles in allem nahezu acht Jahre – darunter einige Weltreisen.

Langeweile ist hier an Bord ein Fremdwort: Pizza backen für Kids, Gesellschaftsspiele, Kreativ-Workshops, Foto-Workshops und vieles mehr. Ein Tag stand zum Beispiel kulinarisch und auf der Bühne ganz unter dem russischen Motto. Das Showensemble gab mit ihren Tanz- und Gesangsdarbietungen „Zarengold“, mit bekannten Titeln wie „Katyusha“, „Babushki“ und „Kalinka“, einen fantastischen Einblick mit ihrem Repertoire und einen Einblick in die russische Seele. An diesem Tag feierten die Gäste aus der Schweiz ihren „National-Feiertag“ gebührend im Captain’s Club der MS „Astor“.

Für den heutigen Tag sagte sich „göttlicher Besuch“ an. Seine Majestät Neptun mit Thetis und Gefolge hatten ihr Kommen angekündigt, um das Ritual der „Polarkreis-Taufe“ durchzuführen. Auf dem Pooldeck saßen und standen die Passagiere in Dreier-Reihen um das bunte und laute Spektakel der Zeremonie zur Täuflings-Prüfung mit viel Spaß zu verfolgen – Stillstand gab es nicht! Einen Vortrag in der Astor-Lounge gefolgt von der Tee- und Kaffestunde, weiter ging’s mit Bingo und im Captain’s Club erklangen klassische Musik und beschwingte Melodien. Es folgte das Internationale Dinner und im Anschluss die musikalische Einladung: „Einmal um die ganze Welt“. Die Show-Interpreten lockten ihr Publikum musikalisch und tänzerisch nach Frankreich mit einem schmissigen Can Can, nach Irland mit Folklore und aus den USA gab es Western-Melodien. Das Ende der Tour um die Welt setzten die Künstler mit bayrischen Schuhplattlern und Songs von DJ Ötzi. Von wegen Ruhe- oder Schlafenszeit: Chefkoch Silvio Richter und Team luden alle Gäste in den Übersee Club zum „Magnifique Buffet“ ein. Was dort geboten wurde war ein wahrer Augen- und Gaumenschmaus! Die zurückliegenden Seetage hatten es in sich. Es waren Tage voller abwechslungsreicher Gestaltung, aber auch mit Erholung auf offener See.

Unseren Liegeplatz in Reykjavik, Island erreichten wir zur frühen Morgenstunde – dort starteten sechs Ausflüge. Ich wählte die Ganztages-Bus-Tour „Island-Klassiker“ mit Besuch des „Thingvellir“, den Geysiren, einschließlich eines Stopps, wo ein Mittagsmahl eingenommen wurde. Anschließend besuchten wir den spektakulären „Gullfoss“-Wasserfall und den postmodernen Heißwasserspeicher „Perlan“ auf einer Anhöhe vor Reykjavik mit einer eigenwillig-interessanten Architektur und fantastischem Rundumblick über die Stadt.