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News - Maritime Nachrichten

17.08.2016

Fähren - Fährverbindungen: News update

Hamburg

NIZZA: Panik brach aus, an Bord und in der Stadt; berichteten lokale Medien, als am 15. August um 19:30 Uhr schwarze Rauchwolken aus dem Schornstein der Moby Line Fähre MOBY ZARA, im Hafen von Nizza den Himmel verdunkelten.

Der Terrorangriff auf der Promenade des Anglais vor einem Monat, und  im Hinblick auf den jüngsten Anstieg der Anti-Terror-Kontrollen in allen italienischen und europäischen Häfen, zum Höhepunkt der touristischen Saison, befürchtete man einen Anschlag. Das konnte aber ausgeschlossen werden. Der im Maschinenraum ausgebrochene Brand konnte von der Besatzung gelöscht werden. Fahrgäste die bereits für die Fahrt nach Bastia, Korsika eingeschifft hatten mussten die Fähre wieder verlassen. Auf unbestimmte zeit wurden die Abfahrten der Fähre abgesagt. MOBY hatte das Schiff (BJ 1982 Olau Britannia) im vergangenem Jahr gekauft und aufwendig renoviert. Die neue Fährverbindung Bastia >< Nizza wurde erst im Juni dieses Jahres aufgenommen.

KORSIKA: die Collectivité Territoriale de Corse (CTC) hat einen Kaufvertrag mit der Fährgesellschaft CORSICA LINEA  abgeschlossen, für den Erwerb der Fähren Paglia Orba und Monte D'Oro.  Cosica Linea ist aus dem Konkurs der SNCM hervorgegangen. Um mehr Wettbewerb auf der wichtigen Route Marseille - Korsika zuzulassen, hat das Verwaltungsgericht zur Bedingung für den Kauf  der SNCM Flotte, beschlossen das der Käufer die Anzahl der Fährverbindungen/Fähren zu reduzieren habe.  Hinter dem Kauf der beiden Fähren und die Gründung einer eigenen Fährlinie stehen hunderte von Kleinunternehmer der Insel.   

SPANIEN:  Baleària  hat mit spanischen Finanzinstitute einen Darlehensvertrag über 131 Mio. Euro für die Finanzierung ihrer neuen Kreuzfahrtfähre unterzeichnet. Das Gesamtvolumen beträgt 187 Mio. Euro. Die Fähre soll 2019 in Dienst gestellt werden und wird die erste Fähre im Mittelmeerraum sein die einen Dualfuel Antrieb haben wird, für den Einsalzt von  LNG (flüssigem Erdgas) und somit eine 40% Verringerung der CO2 Emissionen aufweisen. Mit einer Länge von 232 Meter, 1.700 Passagiere sowie 330 Autos zählt sie zu den größten Fähren weltweit.  

Theater mit Platz für 1.200 Personen, zwei Restaurants, vier Bars, ein Kinderspielplatz, zwei Schwimmbäder, Whirlpools, Fitness - Center, Schönheitssalon, Kino und Geschäfte.

Freizeitangebote: integrierte Plattformen Entertainment on Demand (Filme, Musik, Serien, Bücher, etc.) und Spielplatz für Jugendliche zu genießen. WIFI - Verbindung ist auch über das ganze Schiff angeboten, sowohl im Innen- und Außenortungssysteme für Kinder und Geolocation Innenraum installiert werden und Informationen über Aktivitäten und Programmierung an Bord wird über mobile Geräte und interaktiven Bildschirmen angeboten.

Mit der Planung  wurde bereits Anfang des Jahres begonnen, 400 zusätzliche Arbeitskräfte für die spanische Werft La Naval bedeutet der Auftrag, Auslieferung geplant Anfang 2019.

Eine Option für eine zweite Fähre wurde auch bereits unterzeichnet, diese ist dann für die Route Port Everglades, USA nach Havanna, Kuba. Die USA haben bereits eine Lizenz erteilt, es fehlt noch die Genehmigung der kubanischen Regierung. Balearia will 30 Mio. investieren in den Bau eines modernen Terminals, mit Shoppingmall in Havanna.   

MAROKKO: es läuft nicht wirklich rund bei der neuen Fährrederei Africa Morocco Link (AML), die zu 49% der griechischen Attica Group gehört. Der Dienst zwischen Algeciras, Spanien und Tanger Med wurde im Juni dieses Jahres mit der ex Blue Star Fähre Diagoas aufgenommen. Im August wurde die El. Venizelos von Anek Lines gechartert, besonders dieser bemoth verursachte Kopfschmerzen, so liegt das Schiff seit Tagen in Algeciras beschäftigungslos an der Pier, angeblich um dringende Reparaturarbeiten auszuführen. Dennoch sind die Partner der Joint-Venture, 51% wird von einem Konsortium, angeführt von BMCE Bank of Africa, sehr optimistisch was die Zukunft betrifft. Man plant bereits diverse neue Fährverbindungen, Frankreich und die kanarischen Inseln sind bereits fest im Visier und eine Flotte von bis zu acht großen Fähren sollen AML zu einer der führenden Fährreederei des Mittelmeers katapultieren.